Ralf Schnell

Prof. Dr. Ralf Schnell
Universität Siegen

Ralf Schnell, geboren 1943 in Oldenburg, studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Philosophie und Publizistik an der Universität Köln und an der Freien Universität Berlin und promovierte (1976) und habilitierte (1978) sich an der Universität Hannover. Von 1981 bis 1987 war er Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Hannover, von 1988 bis 1991 war er Gastprofessor, dann bis 1997 ordentlicher Universitätsprofessor an der Keio-Universität Tokyo. Er blickt weiterhin auf Gastprofessuren in Ägypten und in den Niederlanden zurück.

Seit 1998 ist er Professor für Germanistik / Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Ebenfalls seit 1998 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik. Er ist seit 2001 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medienforschung der Universität Siegen, weiterhin Sprecher des Kulturwissenschaftlichen DFG-Forschungskollegs 615 „Medienumbrüche. Medienkulturen und Medienästhetik zu Beginn des 20. Jahrhunderts und im Übergang zum 21. Jahrhundert“ und Mitherausgeber und Sprecher des Herausgebergremiums der Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls (27 Bde.).

Seine wichtigsten Buchveröffentlichungen sind: Literarische Innere Emigration 1933-1945 (1976); Die Literatur der Bundesrepublik. Autoren-Geschichte-Literaturbetrieb (1986); Die verkehrte Welt. Literarische Ironie im 19. Jahrhundert (1989); Geschichte der deutschsprachigen Literatur seit 1945 (1993); Dichtung in finsteren Zeiten. Deutsche Literatur und Faschismus (1998); Medienästhetik. Zu Geschichte und Theorie audivisueller Wahrnehmungsformen (2000); Orientierung Germanistik. Was sie kann, was sie will (2000); Metzler Lexikon Kultur der Gegenwart (2000, Hrsg.).