Modulübersicht

Die Kern- und Wahlpflichtmodule

Das Fernstudium "Fachjournalismus" umfasst insgesamt 12 Module, davon die 3 Kernmodule "Recherche", "Journalistische Darstellungsformen" und "Presserecht", die in jedem Fall belegt werden müssen, und mindestens 9 Wahlpflichtmodule, die Sie aus einem Angebot weiterer 18 Module wählen können. So können Sie sich auf diejenigen Aspekte aus den Bereichen Fachjournalismus, Medien und Öffentlichkeitsarbeit spezialisieren, die für Sie besonders relevant sind.

Module – Journalismus

Modul 101: Recherche (Kernmodul)
Dr. Manfred Redelfs
Recherchieren ist eine zentrale journalistische Aufgabe. Das Modul erläutert Recherche als systematische und effiziente Informationssammlung. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Internetrecherche gesetzt, die weit über das Eintippen eines Suchbegriffs bei einer Internetsuchmaschine hinausgeht und von „klassischen“ Recherchemedien flankiert werden muss. Neben dem Thema Glaubwürdigkeit von Quellen, wird ein Verständnis dafür geschaffen, wie eigene Wertorientierungen und Vorurteile den Recherchevorgang beeinflussen können. Recherchieren bedeutet häufig auch, Daten und Statistiken zu sichten, zu bewerten und abschließend leserfreundlich zu gestalten, womit sich die entsprechenden Abschnitte ausführlich auseinandersetzen. Abgerundet wird dieses Modul einerseits durch die presserechtlichen, andererseits durch die ethischen Möglichkeiten und Grenzen der Recherche.
[Leseprobe 101]

Modul 102: Journalistisches Texten (Wahlpflichtmodul)
Dipl.-Journ. Jutta Hinkel
Dieses praxisnahe Modul widmet sich den sprachlichen Werkzeugen, denen man sich als Journalist bedienen kann. Sie erfahren, welche verbindlichen Kriterien es für guten Stil in journalistischen Texten gibt und können nachzeichnen, welchen Einflüssen und welchem Wandel die journalistische Sprache ausgesetzt ist. Sie erwerben die Kompetenz, unterschiedliche Sprachbausteine wie Bilder, Redewendungen, Synonyme, Bürokratendeutsch sowie Fach- und Fremdwörter in Texten zu erkennen und auf ihre Angemessenheit hin zu analysieren. Sie sind in der Lage, euphemistische und verschleiernde Sprache zu entlarven, und wissen, dass bestimmte Wörter und Formulierungen beim Leser Konnotationen und Wertungen abrufen können. Sie erwerben Stilkompetenz, um auch komplizierte Inhalte anschaulich und konkret aufbereiten zu können, was gerade für Fachjournalisten eine wesentliche Aufgabe darstellt. Sie erarbeiten sich einen Schreibstil, dessen oberstes Ziel die Verständlichkeit ist.
[Leseprobe 102]

Modul 103: Journalistische Darstellungsformen (Kernmodul)
Dr. Gabriele Hooffacker
Dieses Modul führt Sie in die journalistischen Darstellungsformen ein. Sie lernen das journalistische Handwerkszeug, Beiträge verschiedenen Darstellungsformen zuzuordnen und diese selbst zu verfassen. Das Modul widmet sich den informierenden Darstellungsformen Meldung und Nachricht, Bericht, Interview, Reportage und Feature sowie dem Portrait. Außerdem lernen Sie die meinungsäußernden Darstellungeformen Kommentar, Kritik, Essay und Glosse kennen. Das Modul schließt mit Ausführungen zu speziellen Formaten wie Service, Magazin und Boulevard. Anmerkung: Für dieses Modul ist es gelegentlich erforderlich, zum Telefon oder zum Computer zu greifen. Wir empfehlen, das Modul „Recherche“ zuvor zu absolvieren.
[Leseprobe 103]

Modul 104: Das journalistische Interview (Wahlpflichtmodul)
Kathrin Fichtel
Interviews gehören zu den klassischen journalistischen Arbeitstechniken. Nach einer Einführung in die gängigen Interviewarten und die unterschiedlichen Befragungsmethoden liegt das Schwergewicht des Moduls in der Darstellung der drei Arbeitsschritte Recherche als Arbeitsgrundlage des Interviews, Durchführung des Interviews und Verschriftlichung des Interviews. Die Darstellung des Gesamtablaufs eines Interviews wird detailliert und praxisnah erläutert.
[Leseprobe 104]

Modul 105: Journalistische Sparten (Wahlpflichtmodul)
Reader mit Beiträgen diverser Dozenten
Das Modul stellt im Gegensatz zu den meisten anderen Modulen keinen einheitlichen Lehrtext dar, sondern besteht in Form eines Readers aus mehreren Einzeltexten. Journalistische Sparten sind einzelne Ausschnitte aus der komplexen Lebenswirklichkeit des Menschen, über die journalistisch berichtet wird. Die vorgestellten journalistischen Sparten können keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Das Ziel ist jedoch, eine möglichst repräsentative Auswahl der am meisten verbreiteten Sparten vorzulegen, um einen Eindruck von der Diversität der einzelnen Bereiche zu vermitteln und aus der Vielzahl der unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Arbeitsweisen Schlussfolgerungen für das eigene Fachgebiet ziehen zu können. Porträtiert werden die journalistischen bzw. medialen Besonderheiten von Boulevardjournalismus, Kulturjournalismus, Lokaljournalismus, Motorjournalismus, Onlinejournalismus, Politikjournalismus, Reisejournalismus, Sportjournalismus, Technikjournalismus, Servicejournalismus, Wirtschaftsjournalismus und Medizinjournalismus. Die einzelnen Readerbeiträge sind als Angebot zu verstehen, als Buffet, an dem sich der Leser selbst bedienen kann. Bei den Prüfungsaufgaben, die zum Abschluss des vorliegenden Moduls bearbeitet werden müssen, bestehen entsprechende Wahlmöglichkeiten, die eine Schwerpunktbildung erlauben.
[Leseprobe 105]

Modul 106: Journalistische Berufsfelder (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Beatrice Dernbach
Die Journalismus- bzw. Medienbranche hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr stark ausdifferenziert und eine Fülle von Berufs- und Tätigkeitsfeldern hervorgebracht. Für Fachjournalisten, die selbst ein sehr junges Berufsbild repräsentieren, ist die Kenntnis des Berufsfeldes hilfreich, um sich selbst souverän in der Medienlandschaft bewegen zu können. Das Modul erläutert kurz die Geschichte des journalistischen Berufs, geht auf Ausbildungswege und Zugang in das aktuelle journalistische Berufsbild ein und identifiziert notwendige Qualifikationen und Profile. Der Schwerpunkt des Moduls liegt in der Darstellung einzelner Berufs- und Tätigkeitsfelder im Hinblick auf organisationale Anbindung, hierarchische Ebene und aus funktionaler Perspektive. Neben der Darlegung typischer journalistischer Tätigkeitsfelder geht das Modul auf besondere Themengebiete ein, worunter auch der Fachjournalismus zählt. Neuere Berufsbilder, die im Rahmen des technischen Wandels entstanden sind, und Zukunftsperspektiven runden die Darstellung ab.
[Leseprobe 106]

Modul 107: Onlinejournalismus (Wahlpflichtmodul)
Dr. Gabriele Hooffacker
Im Modul Online-Journalismus erwerben Sie die Fähigkeit, für Online-Medien zielgruppengerecht zu texten und zu konzipieren. Sie erlernen das Handwerkszeug, Teaser, Nachrichten und längere Beiträge für das Web aufzubereiten. Weiterhin lernen Sie, Online-Kommunikation von der E-Mail über den Newsletter, Foren und Chats bis zu Web- und Moblogs zu journalistischen Zwecken einzusetzen. Schließlich lernen Sie, wie Startseiten und Navigationen konzipiert und wie Sitemaps und Storyboards angelegt werden. Anmerkung: Für dieses Modul ist ein Internetzugang beim Bearbeiten der schriftlichen Unterlagen hilfreich.
[Leseprobe 107]

Modul 108: Hörfunkjournalismus (Wahlpflichtmodul)
Claudia Wiese, M. A.
Nicht nur die Print- und Online-Medien sind potenzielle Einsatzbereiche für Fachjournalisten – auch das Radio kann ein attraktives Arbeitsfeld sein, ggf. auch im Rahmen der multimedialen Mehrfachverwertung. In diesem Modul erhalten Sie einen Einblick in die Arbeitsweise von Hörfunkjournalisten. Sie lernen zwischen verschiedenen Zielgruppen, Strukturen, Formaten und und Sendungen einzelner Sender zu unterscheiden. Sie lernen Kriterien zur Beurteilung qualitativ hochwertiger Radioelemente kennen. Dazu gehört die Dramaturgie der einzelnen Bestandteile ebenso wie der Einsatz der Stimme und der Technik. Sie werden wissen, worauf Sie besonders achten müssen, wenn Sie Texte für den Hörfunk schreiben und erfahren, wann und wie Sie besser mit Stichworten arbeiten. Sie können die gängigen Hörfunk-Formate zuliefern: Meldungen, O-Töne, Umfragen und gebaute Beiträge mitsamt den dazugehörigen Anmoderationen. Sie können Briefings für Interviews schreiben und Kollegengespräche führen. Schließlich lernen Sie, wie man Themenvorschläge für Radiosender formuliert. Anmerkung: Während Sie an diesem Modul arbeiten, sollten Sie viel Radio hören.
[Leseprobe 108] 

Modul 109: Selbstmarketing für freie Fachjournalisten (Wahlpflichtmodul)
Svenja Hofert, M. A.
Sie möchten sich aufbauend auf Ihrem Fernstudium Fachjournalismus als Fachjournalist selbstständig machen? Das Modul 109 bietet Ihnen einen praxisorientierten Leitfaden und hilft Ihnen, Fragestellungen wie: Wie positioniere ich mich am Markt? Wofür stehe ich? Was kann ich besser als andere? Welche Zielgruppe spreche ich an? Wie schreibe ich ein Angebot? Welches Honorar kann ich verlangen? Kann ich als freier Fachjournalist finanziell überleben? Wie akquiriere ich erfolgreich? Wie binde ich meine Kunden an mich? nicht aus den Augen zu verlieren. Der Konkurrenzkampf auf dem Markt für freie Journalisten ist groß. Hier gilt es, sich zu profilieren, eine Marke aufzubauen und die eigenen Texte, aber auch die eigene Person zu vermarkten. Das Modul 109: Selbstmarketing für freie Fachjournalisten erleichtert Ihnen den realistischen Einstieg in die Selbstständigkeit im Rahmen Ihres Wunschberufs.
[Leseprobe 109] 

Modul 110: Fernsehjournalismus (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Siegfried Quandt
In diesem Modul erhalten Sie einen Einblick in die Arbeitsweise von Fernsehjournalisten, insbesondere -redakteuren. Sie lernen die verschiedenen Zielgruppen, Formate und Sendungen kennen. Sie werden in das System der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender eingeführt und werden erkennen, dass ein Bildmedium ganz besondere Anforderungen an die Vermittlungskompetenz richtet. Lernen Sie in Bildern zu denken! Es werden die verschiedenen Ansprüche von Zielgruppen und die Fernsehkritik dargestellt. Anhand von prominenten Beispielen erhalten Sie Einblick in die Arbeit von Fachredaktionen. Weitere Beispiele aus der Praxis runden das Modul ab.
[Leseprobe 110]

Modul 111: Fotojournalismus (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Rolf Sachsse
Fotografische Bilder werden in vielen journalistischen Medien gebraucht: Zeitungen, Zeitschriften, Special-Interest-Magazine, Public-Relations-Publikationen, Online-Angebote und als Standbilder im TV. Fotografiert hat jeder Mensch schon einmal, zur Freude und als Erinnerung. Foto-/Media-Design wird regelrecht studiert und ist in erster Linie eine ästhetische Ausbildung. Dieses Modul richtet sich an Journalisten, die ihre Arbeit visuell illustrieren. Die Arbeit im Fotojournalismus ist nur teilweise von der Qualität der verwendeten Geräte abhängig. Die Übungen dieses Moduls können mit handelsüblichen Kameras durchgeführt werden. Für die Herstellung guter Druckvorlagen ist allerdings professionelles Equipment vonnöten.
[Leseprobe 111]

Module – Medien

Modul 201: Printmedien (Wahlpflichtmodul)
PD Dr. Andreas Vogel/Dr. Margit Dorn
In diesem Modul erhalten Sie einen umfassenden Überblick über den Sektor der Printmedien, der Ihnen hilft, sich in diesem Arbeitsgebiet zu orientieren. Sie lernen, die jeweiligen Besonderheiten der Pressegattungen aus ihrer geschichtlichen Entwicklung heraus zu verstehen und die verschiedenen Pressegattungen und ihre Funktionen voneinander abzugrenzen. Die wettbewerbsprägenden Großunternehmen im Pressebereich sind Ihnen für die wesentlichen Pressegattungen dem Namen nach bekannt. Sie können die verschiedenen Pressemärkte aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus diskutieren. Die programmpolitischen Strategien von Verlagen in den heute gesättigten Pressemärkten sind Ihnen ein Begriff. Sie kennen wesentliche Herstellungselemente und ihre Termini. Sie wissen um die unterschiedlichen Vertriebsarten für Printprodukte und kennen wesentliche Studien der Leser- und Reichweitenforschung. Sie kennen die wichtigsten Institutionen der Printmedien, wie Verleger- und Industrieverbände, Vertriebsverbände und Berufsverbände und ihre Funktionen.
[Leseprobe 201]

Modul 202: Rundfunkordnung (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Martin Gläser
Radio und Fernsehen sind neben den Printmedien nicht nur ein weiteres Betätigungsfeld für Fachjournalisten, sondern auch zwei allgegenwärtige Medienformen, die entscheidenden Einfluss auf Kommunikations- und öffentliche Meinungsbildungsprozesse haben. Nach dem Studium des Moduls können Sie die Rolle und Bedeutung von Rundfunk sowohl theoretisch-analytisch als auch praktisch-konkret in jeweils relevante Kontexte einordnen und sind fähig, mit Fragestellungen des Rundfunks professionell umzugehen. Durch eine einführende begriffliche Differenzierung der Rundfunkelemente werden im Modul die Grundlagen zum Verständnis des Rundfunks vermittelt. Das Modul umfasst neben dem rechtlich-organisatorischen Rahmen die Vorstellung verschiedener Rundfunksysteme und des Rundfunks speziell in Deutschland. Das Modul schließt mit Ausführungen über zukünftige Entwicklungen und Trends im Rundfunkbereich.
[Leseprobe 202]

Modul 203: Medienordnung (Wahlpflichtmodul)
Hardy Dreier, M. A.
Die Medienordnung ist der rechtliche und institutionelle Rahmen des Mediensystems. Ihre Kenntnis ist für den praktizierenden Journalisten sehr hilfreich, da sie verstehen hilft, welche Rahmenbedingungen der Staat für die Medien gesetzt hat. Zum einen erhält der Leser einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen im Medienbereich. Zum anderen werden die wichtigsten Institutionen und ihre Aufgaben vorgestellt. Letztlich wird geklärt, inwiefern sich die Anforderungen an die Medienordnung bedingt durch den Strukturwandel im Medienbereich verändern.
[Leseprobe 203]

Modul 204: Presserecht (Kernmodul)
RA Dr. Harald Wiggenhorn
Das öffentliche und private Recht ist in modernen Gesellschaften in allen Lebensbereichen zu finden. Für Journalisten stellt sich eine grundlegende Kenntnis des Presserechts als wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Berufsausübung dar. Das Modul stellt nach einem kurzen geschichtlichen Abriss der Entstehung und Wandlung des Presserechts das Grundgesetz und insbesondere das Recht zur freien Meinungsäußerung und dessen Schranken im Persönlichkeitsrecht sowie weitere einfache Grundlagen wie Sorgfalts- und Wahrheitspflichten als grundlegende rechtliche Basis des Presserechts dar. Unter einem journalistischen (und nicht originär juristischen) Blickwinkel werden dann die Wortrecherche, die Wortberichterstattung, die Bildrecherche und -veröffentlichung sowie die Impressumspflicht rechtlich erörtert. Dabei wird u. a. auf das Auskunftsrecht, urheberrechtliche Fragestellungen, das Recht auf Gegendarstellung und auf Unterlassung sowie das Zweitverwertungsrecht eingegangen.
[Leseprobe 204]

Modul 205: Medienökonomie (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Mike Friedrichsen
Die Medienökonomie beschäftigt sich als wirtschaftswissenschaftliche Disziplin mit den Fragen des Wirtschaftens im Hinblick auf Medien. Während sich das Medienmanagement (206) mit der aktiven Gestaltung der Unternehmensführung von Medienunternehmen beschäftigt, schafft die Medienökonomie die Grundlagen, um die Besonderheiten der Medien im Wirtschaftsprozess zu verstehen. Im Modul dargelegt werden Strukturen von medienökonomischen Fragestellungen, die Funktionsweise von Medienunternehmen, Besonderheiten von Medienprodukten, die Wertschöpfung im Medienunternehmen, Produktionsabläufe in der Medienbranche, Strukturen und Volumina der Medienmärkte, die Analyse von Markt und Wettbewerb in der Medienwirtschaft und Besonderheiten beim Marketing von Medienprodukten. Das Modul ist auch ohne ökonomische Grundkenntnisse belegbar. Es wendet sich an Fachjournalisten, die Interesse an einem Verständnis der ökonomischen Seite des Mediensystems haben.
[Leseprobe 205]

Modul 206: Medienmanagement (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Insa Sjurts
Der Begriff Medienmanagement bezeichnet die Planung, Organisation, Führung und die Kontrolle von Medienunternehmen. Das Modul erklärt zunächst begriffliche und konzeptionelle Grundlagen des Medienmanagements. Es werden grundlegende Merkmale von Medienprodukten aus betriebswirtschaftlicher Sicht erläutert und daraus Strategieoptionen für das Management abgeleitet. Der Hauptteil des Moduls besteht aus der Darstellung der Managementfunktionen Planung, Organisation, Personalführung und Kontrolle. Abgeschlossen wird das Modul durch einen Ausblick auf die Herausforderungen des Medienmanagements der Zukunft. Das Modul ist auch ohne ökonomische Grundkenntnisse belegbar. Es wendet sich an Fachjournalisten, die neben ihrer redaktionellen Tätigkeit auch Führungsaufgaben in Medienunternehmen anstreben.
[Leseprobe 206]

Modul 207: Einführung in die Medienwissenschaften (Wahlpflichtmodul)
Reader mit Beiträgen diverser Dozenten
Die Medienwissenschaften sind ein weites Feld. Es handelt sich bei diesem Wissenschaftsgebiet noch um eine junge Disziplin, die sehr interdisziplinär angelegt ist, also mit anderen Wissenschaften zusammen arbeitet und deren Methoden und Werkzeuge anwendet. Das Modul ist als Reader aufgebaut, stellt damit im Gegensatz zu den meisten anderen Modulen keinen einheitlichen Lehrtext dar, sondern besteht aus mehreren Einzeltexten. Die einzelnen Readerbeiträge sind in Form eines Porträts der einzelnen Teildisziplinen aufbereitet und sollen Ihnen deren Grundzüge vorstellen. Sie präsentieren die grundlegenden Forschungsfragen und Methoden der jeweiligen Wissenschaft. Ergänzt werden diese Einführungen durch die wissenschaftshistorische Einordnung der jeweiligen Disziplin, spezifische Grundbegriffe, die aktuelle Entwicklung des Fachs und die Wechselwirkungen mit der Praxis. Der Sinn und Zweck, sich als Fachjournalist oder als fachlich spezialisierter PR-Referent mit den Medienwissenschaften zu beschäftigen, liegt darin, sich dem Gegenstand „Medien“ und den damit verbundenen Fragestellungen 1. auch einmal auf eine abstraktere Art und Weise und 2. aus mehreren, sehr unterschiedlichen Perspektiven zu nähern, sich also mit dem eigentlichen „Ort“, wo die Ergebnisse der journalistischen oder Öffentlichkeitsarbeit erscheinen, zu beschäftigen. Neben den „Bindestrichwissenschaften“ widmet sich der Reader noch zwei weiteren Teilgebieten der Medienwissenschaften: den Medientheorien und der journalistischen Ethik. Die Medientheorien liegen quer zur Spartenbetrachtung der „Bindestrichwissenschaften“. Sie beantworten auf abstrakte Art und Weise, was Medien sind oder wie sie funktionieren. Während die übrigen Teilwissenschaften „positive“ Erkenntnis anstreben, also nach Antworten suchen, die objektiv gegeben sind, ist die journalistische Ethik per se „normativ“, sagt also wie etwas sein soll, damit es gut ist. Bei den Prüfungsaufgaben, die zum Abschluss des vorliegenden Moduls bearbeitet werden müssen, bestehen entsprechende Wahlmöglichkeiten, die eine Schwerpunktbildung erlauben.
[Leseprobe 207] 

Module – Öffentlichkeitsarbeit

Modul 301: Theoretische Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Romy Fröhlich
Das erste von vier Modulen zur Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) widmet sich den theoretischen Grundlagen. Im Zentrum des Moduls steht eine abstrakte Auseinandersetzung mit dem Forschungsgegenstand der Öffentlichkeitsarbeit. So wird der Definitionsproblematik, „Was ist Öffentlichkeitsarbeit überhaupt?“ besonderes Gewicht verliehen. Darauf folgt eine Darstellung der allgemeinen Ziele und Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit sowie deren Organisation und Einordnung innerhalb einer Unternehmung bzw. PR-Agentur. Der letzte Abschnitt widmet sich dem PR-Controlling bzw. der PR-Evaluation, denen die Aufgabe zugeschrieben wird, die Wirksamkeit von Öffentlichkeitsarbeit zu messen und zu bewerten. Das Modul wendet sich an theoretisch Interessierte, die sich ein Bild von der wissenschaftlichen Diskussion der Öffentlichkeitsarbeit machen möchten.
[Leseprobe 301]

Modul 302: Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Günter Bentele/Howard Nothhaft
Das zweite Modul zur Öffentlichkeitsarbeit konzentriert sich auf die Darstellung der PR-Instrumente, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, hier verstanden als Kommunikationsmanagement mit Stakeholdern, eingesetzt werden können. Der Kern des Moduls wird gebildet aus praxisnahen Erläuterungen zu den verschiedenen Arten von Pressetexten und Presseveranstaltungen, Pressematerialien, journalistischen PR-Texten sowie bezahlten PR-Instrumenten. Zu letzteren zählen insbesondere die PR-Anzeige, das Advertorial, Sponsoring und Product Placement. Neben der Eventkommunikation und des Internets bzw. Intranets, geht das Modul auf das dialogische Grundprinzip jeder instrumentalen Öffentlichkeitsarbeit ein.
[Leseprobe 302]

Modul 303: Pressemitteilungen und Pressekonferenzen (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Günter Bentele/Howard Nothhaft
Das dritte Modul zur Öffentlichkeitsarbeit wird mit Überlegungen zum Verhältnis zwischen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit und einer Konzeption von PR als strategischen Prozess eingeleitet. Das Modul greift aus dem vorangegangenen Modul zwei besondere Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit heraus, nämlich die Pressemitteilung als wichtigste Form des Pressetextes sowie die Pressekonferenz als dominierende Form der Presseveranstaltung. Dabei wird eine praxisnahe und umsetzbare Darstellung fokussiert. Die Kenntnis der Inhalte des Moduls 302 ist empfehlenswert aber nicht zwingend erforderlich.
[Leseprobe 303]

Modul 304: Corporate Publishing (Wahlpflichtmodul)
Prof. Dr. Günter Bentele/Howard Nothhaft
Das Modul beschäftigt sich mit dem rasant wachsenden Feld der Unternehmenspublikationen. Dabei wird besonders auf die kommunikationswissenschaftliche, wirtschaftliche und juristische Seite von Medien eingegangen, die von Unternehmen und anderen Organisationen herausgegeben werden. Der Leser lernt die wichtigsten Produkte im Rahmen des Corporate Publishing kennen, darunter neben einer Reihe von Basis- und Spezialpublikationen wie Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften auch das Business-TV und Business-Radio. Internet und Intranet werden ebenfalls aus der Perspektive des Corporate Publishing beleuchtet. Das Modul vermittelt eine Sichtweise, in der Corporate Publishing nicht nur als Instrument des Kommunikationsmanagements, sondern auch als Instrument eines Change- und Wissens-Managements in Organisationen zu verstehen ist.
[Leseprobe 304]